Vor 20 Jahren kam es auf Beschluss des Trägervereins Europäisches Gymnasium Waldenburg e.V. zur Gründung der Freien Jugendkunstschule Waldenburg. Etwa 60 geladene Gäste und verschiedene Ensembles der JKS feierten dieses Jubiläum am vergangenen Donnerstag in der Aula des Europäischen Gymnasiums.

Eingestimmt wurden die Gäste vom Kammerchor unter der Leitung von Dagmar Hanf, bevor Schulleiter Olaf Richter den Abend offiziell eröffnete. Er zeichnete die beeindruckende Entwicklung der Jugendkunstschule nach von der Idee und der Gründung über die Aufnahme in den VdM, die Einführung erst der Bläserklassen, dann der Bandklassen bis hin zu aktuellen Kooperationen und dem heutigen Bekanntheitsgrad.

Die Festrede hielt der geschäftsführende Vorstand des Trägervereins Dr. Gerd Stiehler, der 18 Jahre lang auch die JKS leitete. Er freute sich in seiner Rede über die „kaum zu überschätzende Rolle“ der JKS als „Freizeitschule des Trägers“ und die Wertschätzung, die dieser heute entgegen gebracht wird. Darüber hinaus betonte er die wichtige Rolle von Musik und vor allem von Musik in der Schule: „Musikalische Bildung in der Schule trägt, abhängig von der Intensität der Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler, zu einer insgesamt positiven Persönlichkeitsentwicklung bei, indem sie seelisch-emotionale, geistig-intellektuelle Fähigkeiten und auch soziale Kompetenzen entwickelt.“

Anlässlich des Jubiläums lobte auch die Landtagsabgeordnete Ines Springer in ihrem Grußwort das Engagement, mit dem Schüler und Lehrer an der Jugendkunstschule zusammenarbeiten. Sie wünschte den Verantwortlichen des Trägers und der JKS, dass sie „…den Weg weiter gehen, den sie immer schon gegangen sind und dass [sie] immer engagierte Lehrer finden, die das weiter tragen.“
Als weiterer Gastredner bezeichnete Bürgermeister Bernd Pohlers die Entwicklung der Jugendkunstschule als „Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht“ und nannte die JKS eine Bereicherung für Waldenburg und ein Aushängeschild der Stadt. Auch Gudrun Friedrich als Vorsitzende des Fördervereins sprach ein herzliches Grußwort und würdigte die JKS als wertvollen Partner. Einig waren sich alle Redner darin, dass die Entwicklung der Jugendkunstschule ohne die zahlreichen Wegbegleiter so nicht möglich gewesen wäre und bedankten sich vor allem bei allen Mitarbeitern, die die Schule zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

Die musikalische Umrahmung des Festaktes zwischen den Reden übernahmen verschiedene Ensembles und junge Künstler/innen der JKS. So spielten mit Luca Wolf und Loreena Kiesel zwei Schülerinnen der Außenstelle Meerane den „Ungarischen Tanz“ an Klavier und Violine. Das Blechbläserensemble präsentierte drei Stücke und mit Annemarie Schmidt fand auch eine ehemalige Schülerin den Weg zurück an ihre alte Schule, um gemeinsam mit einigen Lehrern zwei Lieder zu performen. Den Abschluss des offiziellen Teiles gestaltete die Vocalgroup „Tune In“ mit ihren Stücken „Adiemus“ und „Soul Of A Man“.

Anschließend waren alle Gäste zu einer Vernissage in den „Pferdestall“ eingeladen, wo Andrea Zenker und Marlies Oehmichen eine wunderbare Ausstellung organisiert hatten, die ganz verschiedene Kunstwerke aus 20 Jahren Jugendkunstschule präsentierte. In entspannter Atmosphäre entstanden hier viele nette Gespräche, es wurde gestaunt, gelacht und sich erinnert und somit bot die Ausstellung einen würdigen Rahmen für den Abschluss dieses bezaubernden Abends.  

 

 

Ein kleines Jubiläum gab es am Montag, den 10.09.2018, im Denkmalhof Schlagwitz. Dort fand nämlich der 25. Bandabend der Jugendkunstschule Waldenburg statt. In diesem Jahr wird an der Freien Jugendkunstschule Waldenburg das 20-jährige Bestehen, 15 Jahre Bläserklasse und 10 Jahre Bandklasse gefeiert, die auch den Abend eröffnete. Die Schüler erfreuten das Publikum mit 2 Stücken aus dem Repertoire der 5. Klasse und einem neuen Stück.

Eigene Songs wurden dann von Michelle Oswald, Rahel Döge und Maria Fleischer präsentiert. Sie waren Teilnehmer des Songwriting-Workshops mit Rosie Bans im letzten Schuljahr und wurden mit reichlich  Applaus für ihre kreative Arbeit belohnt. Das Saxophonquintett „Ludmilla Kaschlewski“ spielte „Don`t Worry Be Happy“, was für gute Stimmung bei den Zuschauern sorgte, bevor Lina Lorenz mit „Summertime Sadness“ die gute Laune wieder etwas dämpfte. Begleitet wurde sie von der Lehrerband, die zum Abschluss noch „Cantaloupe Island“ und „St. Thomas“ spielte und damit etwas karibische Stimmung ins Zelt brachte. Nach diesem gelungenen Bandabend freuen sich alle schon auf den nächsten, der am 26.11.2018 stattfindet.

 

 

Am 31.08.2018 um 5:00 Uhr morgens war es soweit: Der Reisebus startete pünktlich mit dem Jugendblasorchester der Freien Jugendkunstschule Waldenburg zur lang ersehnten Orchesterfahrt in die Schweiz. Die musisch-motivierten Kinder von Klasse 6 bis Klasse 12 und ihre Betreuer, sowie einige weitere, interessierte Waldenburger Bürger, machten sich auf den langen Weg nach Waldenburg in der Schweiz, der Partnerstadt unseres sächsischen Heimatortes. Dort erwartete die Reisenden ein sehr gut organisiertes, regelmäßig stattfindendes „Waldenburg-Treffen“, bei dem sich im zweijährlichen Rhythmus an einem Wochenende Bürger der Städte Waldenburg/Sachsen, Waldenburg/Hohenlohe in Baden-Württemberg und Waldenburg/CH gegenseitig besuchen. Das Jugendblasorchester unserer Freien Jugendkunstschule folgte mit Freude der Einladung als Kulturbotschafter ebenda unsere Stadt zu vertreten.

Nach 11 Stunden reibungslos verlaufender Busfahrt freuten sich die MusikerInnen und der Dirigent unserer kleinen Kapelle schon sehr auf die bevorstehende Eröffnungsveranstaltung: neben der Dorfmusik der Schweizer und einem beeindruckenden Jodel-Chor kam unser Blasorchester zum Zuge & heizte die Stimmung so richtig auf: Stehende Ovationen und 3 herbeigeklatschte Zugaben brachten nicht nur die Zuhörer zum Schwitzen. Im Anschluss an den tollen Auftritt folgte das wohlverdiente Abendessen und die Abfahrt zum „Chinderhuus“ - hochdeutsch: Kinderhaus – wo spätestens 22:30 Uhr alle Lichter nach dem anstrengenden Tag ausgeknipst waren.

Am nächsten Tag wartete auf die Orchestermitglieder ein Besuch im Römermuseum „Augusta Raurica“ in Augst, wo man einen Nachbau eines alten Römerhauses und Überbleibsel der römischen Stadt Augusta Raurica mit teilweise tatsächlich noch originalen Bauteilen bestaunen konnte. Nach einigen Stunden im römischen Reich ging es weiter in ein Altersheim in Niederdorf, welches Kaffee und Kuchen für alle Besucher des Waldenburg-Treffens spendierte. Am Abend trafen sich alle am Festplatz „Gerstel“, wo es „Güggeli“ - hierzulande Brathähnchen oder auch Broiler genannt – und Pommes Frites in Verbindung mit Musik verschiedener Genres und eine große Tanzfläche gab. Besonders unsere Orchestermitglieder nahmen die Tanzfläche für sich ein und wurden von den anderen Besuchern für ihren Zusammenhalt und ihre Freude an der Musik beklatscht und gefeiert. Zurück im Chinderhuus ließen alle den Tag mit der einen oder anderen Tischkickerpartie und gemeinsamen Gesangsrunden am Klavier ausklingen.

Den Abschluss des Waldenburg-Treffens bildete die Verabschiedungsveranstaltung am Sonntagmorgen, bei dem nach einer Rede der hiesigen „Präsidentin“ Waldenburgs (natürlich mit Wasser ;-) ) angestoßen wurde. Ein Alphornbläser verabschiedete alle Gäste. Nach einer sehr langen Fahrt von Waldenburg zurück nach Waldenburg rollte um ca. 20:30 Uhr der Bus wieder auf den Schulhof unseres Eurogymnasiums. Die Kinder wie Dirigent und Betreuer gingen zwar müde, aber sehr glücklich und voller Einrücke und Erinnerungen nach Hause. Diese Reise wird niemand so schnell vergessen.

Das Schuljahr entspannt angehen lassen - nicht für „Tune In“. Schon am dritten Schultag hatte unsere Vocalgroup ihren ersten Auftritt. Am 15. August lud das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft zu einer Veranstaltung zum Thema „Ländlicher Raum – Vielfalt leben – Zukunft sichern“ ein. Unter den geladenen Gästen in der voll besetzten Stadthalle Limbach-Oberfrohna waren Vertreter aus den sächsischen Landkreisen, fast alle sächsischen Minister und der Ministerpräsident. Zwischen den politischen Statements, Präsentationen und Diskussionen sorgten die Mädchen der Vocalgroup für lächelnde Gesichter, viel Applaus und am Schluss sogar – trotz politischer Etikette – für einige Jubelrufe. Auch auf den Weg nach Hause konnten sie viel Lob (der Ministerpräsident: „Sehr beeindruckend!“) mitnehmen. Vielen Dank an alle Beteiligten, allen voran die federführende Agentur „genese“, und an das Morgenmagazin von ARD und ZDF für die unverhoffte Werbung.

Bereits im zweiten Jahr in Folge durften wir Rosie Bans bei uns an der Schule begrüßen. Die sympathische Schottin leitete im Rahmen der Projekttage am Europäischen Gymnasium einen Songwriting Workshop und gab ihre Erfahrung an unsere jungen Musikerinnen und Musiker weiter. Welche Techniken und Methoden gibt es, einen eigenen Song zu schreiben, welche davon passt am besten zu mir, wie setze ich meine Gefühle in Text und Melodie um und was will ich überhaupt sagen? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Rosie Bans den Schülerinnen und Schülern und erarbeitete gemeinsam mit ihnen insgesamt sieben Stücke, die am Donnerstag vor den Ferien im bis auf den letzten Platz gefüllten Klassenzimmer vorgetragen wurden.

Doch die junge Singer/Songwriterin war nicht nur als Lehrerin bei uns zu Gast, sondern trat auch selbst auf. Zum einen auf dem Abiball unseres Gymnasiums in Zwickau, auf dem sie gemeinsam mit der Lehrerband die musikalische Gestaltung des Abends übernahm. Und zum anderen gab sie am 26. Juni im Denkmalhof in Schlagwitz ein wunderbares Konzert, bei dem sie die Titel ihres  Debutalbums „Identify Yourself“ performte und das Publikum in ihren Bann zog.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Rosie Bans bedanken, für die Bereitschaft, wieder nach Waldenburg zu kommen, für die Zeit, die sie unseren Schülerinnen und Schülern gewidmet hat, und natürlich für ihre beiden Auftritte.

 

 

Von Kids für Kids hieß das Konzert, das von Lehrern und Schülern der Jugendkunstschule am 14.06. in der Aula des Eurogymnasiums dargeboten wurde. Für die jungen Zuschauer war es sehr interessant, verschiedene Instrumente kennen zu lernen und zu hören, wie große und kleine Leute darauf spielen. Die Musiker zeigten wie man lustige, traurige, laute, leise, schwungvolle und getragene Töne erzeugen kann. Neben der Gitarre wurde die Geige, das Klavier, verschiedene Blockflöten und auch Gesang vorgestellt. Am Anfang und am Ende spielten Tilo Kittel, Uta Geser, Christiane Gagelmann und Frank Neubauer zusammen und zeigten wie harmonisch die Instrumente gemeinsam klingen können.